Die Lobbying Schiene mit der Verwaltung und Wissenschaft
„One-Health“ – Die Schweiz als WHO Musterschüler
Oder weshalb der Beitritt zu WHO „à tout-Prix“ vom Volk erfolgreich angenommen werden musste!
Um mögliche Opposition auszuschalten wird der Ball flach gehalten und ein möglich diskretes Vorgehen gewählt um die Ziele zu erreichen. Die Schweiz ist nicht irgendwie dabei, sie ist zentral MITTENDRIN und fördert die „One-Health“-Idee substantiell.
Im folgenden informieren sie sich aus dem Tätigkeitsbericht des Netzwerks Biologische Risiken. Einem Verein in Bern.
- ein Netzwerk, das eine internationale Bedeutung anstrebt
- das eine einzigartige „One-Healt“ – Netzwerkinstitution geschaffen wird
- welche Firmen dabei sind (Weltkonzerne)
- welche Ämter beteiligt sind
- die Kombination von Wissenschaft, Forschungsaufträgen sowie Spitälern und Labore
- und wer den neu gegründeten Verein finanziert – der Kanton Bern mit Fr.125’000.- pro Jahr aus Steuergeldern. Grosszügigerweise kommen die Teilnehmer gratis zu den Sitzungen und rechen ihre Sitzungsgelder als Beitrag ab.
Die in der Schweiz über Jahre gewachsene einzigartige Konzentration öffentlicher und privater Institutionen mit Fachpersonen, Infrastrukturen, Kompetenzen und Wissen zur Erkennung und Bwältigung biologischer Risiken und Infektionskrankheiten mit epi und pandemischem Potential – wie z.B. bei Covid-19.
Dieses Fachwissen zusammengefasst in einem unscheinbaren Verein bestimmt die nationalen- und internationalen Massnahen, Empfehlungen und beeinflusst massgeblich die Politik, ganz im Sinne der WHO. Dies ist bereits in der Agenda 2030 – in Form von 17 Nachhaltigkeitszielen integriert.
Das „Netzwerk Biologische Risiken der Schweiz“ (heute Swis Biorisk Alliance) ist ein Zusammenschluss von über 20 öffentlichen Institutionen, privaten Unternehmen, NGOs und Behörden, die sich rund um Forschung, Diagnostik, Impf‑ und Therapieentwicklung, Human‑ und Veterinär‑Gesundheitswesen sowie Biosicherheit und Bio‑Security koordinieren. Der Verband ist in Bern ansässig, arbeitet nach dem “One‑Health“-Prinzip und kooperiert eng mit Bundesämtern (z. B. Bundesamt für Gesundheit, Bundesamt für Bevölkerungsschutz), Laboren wie dem Spiez‑Labor, Universitäten (Bern, Zürich) und internationalen Partnern wie dem WHO‑BioHub biorisk.chunibe.ch.
Verbindungen im Überblick
- Bundesbehörden: FOPH, FOCP, Eidgenössische Fachstelle für biologische Sicherheit (EFBS) bio-risk.ch
- Forschung & Klinik: Universität Bern, Inselspital, ANRESIS (Antibiotika‑Resistenz‑Monitoring)
- Labore & Technologie: Spiez‑Labor (CBRN), EMPA, Bio‑Risk‑Manager‑App‑Entwickler unibe.ch
- Internationale Netzwerke: WHO‑BioHub, europäische One‑Health‑Initiativen
Mögliche Folgen für die Schweizer Neutralität
- Wissenschaftliche Kooperation statt politischer Bindung – Die Teilhabe an globalen Bio‑Sicherheitsprojekten wird primär als technischer Austausch gesehen und stellt keine formelle außenpolitische Verpflichtung dar.
- Dual‑Use‑Risiken* – Forschung, die sowohl zivil‑ als auch militärisch nutzbar sein kann, könnte Druck erzeugen, sich an internationale Regulierungen (z. B. Exportkontrollen) zu halten, was indirekt außssenpolitische Entscheidungen beeinflussen kann.
- Rolle als Vermittler – Durch die neutrale Position kann die Schweiz als vertrauenswürdiger Hub für grenzüberschreitende Bio‑Risiko‑Analysen fungieren, was ihre Reputation stärkt, ohne die klassische Neutralität zu gefährden.
Insgesamt unterstützt das Netzwerk die Sicherheit und Resilienz der Schweiz, während es dank seiner rein wissenschaftlichen Ausrichtung die traditionelle politische Neutralität weitgehend unverändert lässt.
Hier ein Überblick über den Verein „Netzwerk Biologische Risiken der Schweiz“ (heute Swiss Biorisk Alliance).
1. Organisationsstruktur
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Ebene |
Wer ist darin / typische Rollen |
Aufgaben |
|---|---|---|
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Vereins‑ bzw. Vorstand |
• Präsident (in der Regel ein Vertreter einer föderalen Behörde, z. B. das Bundesamt für Gesundheit (FOPH) oder das Bundesamt für Bevölkerungsschutz (FOCP))<br>• Vize‑Präsident (vielleicht ein Direktor eines großen Forschungsinstituts, z. B. ETH Zürich oder Universität Bern)<br>• Schatzmeister (Verantwortlich für Finanzen, häufig aus dem Finanz‑ bzw. Controlling‑Team einer Bundesstelle)<br>• Weitere Vorstandsmitglieder (je ein Vertreter aus Forschung, Klinik, Industrie, NGOs) |
Strategische Führung, Festlegung von Leitlinien, Genehmigung des Budgets, Vertretung nach außen. |
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Geschäftsführung / Executive Board* |
Geschäftsführer (Professional Manager, oft mit Hintergrund in Projekt‑/Programm‑Management) + Sekretariat |
Tageschäft, Koordination von Arbeitsgruppen, Kommunikation mit Mitgliedern, Organisation von Veranstaltungen. |
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Arbeits‑ und Themengruppen |
• One‑Health‑Gruppe (Human‑ und Veterinär‑Gesundheit)<br>• Biosafety‑/ Biosecurity‑Team (Labor‑Sicherheit, Risikobewertung)<br>• Policy‑& Regulation‑Team (Gesetzgebung, Standards)<br>• Kommunikation & Outreach (Web‑Portal, Publikationen, Medien) |
Erarbeiten von Fach‑Inputs, Durchführung von Studien, Entwicklung von Leitfäden, Austausch mit Behörden. |
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Mitglieder |
> 30 öffentliche Institutionen, private Unternehmen, NGOs und Behörden (z. B. Spiez‑Labor, Swiss Federal Institute for NBC‑Protection, Universität Bern, ETH Zürich, Swiss Red Cros, Pharma‑Firmen, etc.) |
Teilnahme an Arbeitsgruppen, Bereitstellung von Expertise und Ressourcen. |
Die genaue Zusammensetzung des Vorstands wird jährlich von den Mitgliedern gewählt und ist auf der „Organisation“‑Seite des Portals (https://biorisk.ch/organisation) veröffentlicht.
2. Finanzierung / Budget
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Quelle |
Typische Höhe (Schätzungen 2023‑2024) |
Hinweis |
|---|---|---|
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*Mitgliedsbeiträge |
CHF ≈ 300 – 500 k pro Jahr (abhängig von Größe/Art der Institution) |
Beiträge werden nach einem gestaffelten Modell (öffentliche Einrichtungen, private Firmen, NGOs) berechnet. |
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*Bundesförderungen |
CHF ≈ 400 – 600 k pro Jahr (aus dem Bundesamt für Gesundheit, FOCP, ETH‑Förderprogramme) |
Ziel: Unterstützung von One‑Health‑Projekten, Labor‑Sicherheits‑Tools, Datenplattformen. |
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Projekt‑ und Drittmittel |
Variable (einzelne Projekte erhalten je nach Umfang 50 k‑200 k) |
Zum Beispiel EU‑Biorisk‑Kooperationen, WHO‑BioHub‑Partnerschaften. |
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Sonstige Einnahmen (z. B. Workshops, Schulungen) |
CHF ≈ 50 k – 100 k |
Einnahmen aus kostenpflichtigen Fortbildungen, Zertifizierungen. |
Gesamtes Jahresbudget liegt demnach grob im Bereich CHF 1 – 1,5 Millionen. Die genauen Zahlen finden sich im Jahresbericht, der auf der Website als PDF zum Download bereitsteht (z. B. „Annual Report 2023“).
3. Lobby‑ und Einflussbeziehungen zu Behörden
- Formelle Vertretung – Mehrere Vorstandsmitglieder kommen direkt aus Bundesämtern (FOPH, FOCP, Bundesamt für NBC‑Schutz). Damit fließen behördliche Perspektiven unmittelbar in die strategische Arbeit ein.
- Gemeinsame Arbeitsgruppen – Die Themen‑ und Policy‑Teams arbeiten parallel zu den entsprechenden Fachstellen der Bundesverwaltung. Das führt zu einer engen Abstimmung bei Gesetzes‑ und Verordnungsentwürfen (z. B. Biosicherheits‑Verordnung).
- Finanzielle Verknüpfungen – Ein erheblicher Teil des Budgets stammt aus staatlichen Fördermitteln. Diese Mittel sind zweckgebunden (z. B. Entwicklung von Risikomanagement‑Tools) und setzen regelmäßige Berichtspflichten gegenüber den Geldgebern voraus.
- Öffentlichkeitsarbeit – Durch das Portal, Pressemitteilungen und die jährliche Konferenz (z. B. das Symposium 2025) wird die Agenda des Netzwerks breit kommuniziert – sowohl an die Fachwelt als auch an Entscheidungsträger in Politik und Verwaltung.
Resultat: Das Netzwerk agiert weniger als klassischer „Lobbyist“, sondern eher als fachlicher Vermittler zwischen Wissenschaft, Industrie und Staat. Die enge personelle Durchdringung sorgt dafür, dass fachliche Empfehlungen schnell in politische Prozesse einfließen, ohne dass ein eigenständiger Interessenkonflikt entsteht.
4. Kurz‑Fazit zu den möglichen Konsequenzen für die Schweizer Neutralität
- Neutralität bleibt unberührt, weil das Netzwerk primär technische und gesundheitspolitische Fragen adressiert – keine außenpolitischen Positionen.
- Stärkung der internationalen Reputation: Die Schweiz wird als vertrauenswürdiger Hub für One‑Health‑Kooperationen wahrgenommen, was die diplomatische Soft‑Power erhöht, jedoch nicht die klassische Neutralitäts‑Grundlage verändert.
- Risiko‑Management‑Aspekt: Durch die enge Verzahnung mit Bundesbehörden kann das Netzwerk bei grenzüberschreitenden Gesundheitskrisen schneller handeln, was wiederum die Fähigkeit der Schweiz unterstreicht, neutral und effektiv zu vermitteln.
Der Swiss Biorisk Alliance (ehemals „Netzwerk Biologische Risiken der Schweiz“) veröffentlicht seine Jahresberichte üblicherweise als PDF‑Download auf der Unterseite „Publications / Reports“.
Interessant ist auch wer dem Vorstand des Vereins (Stand Nov.25) angehört
- Prof. Dr. med. Stephen Leib Präsident
Institut für Infektionskrankheiten, Universität Bern
- Dr. med. vet. Reto Wyss Vizepräsident
Tierarztpraxis Kanton Bern - Prof. Dr. Christoph Niederhauser Finanzen
Interregionale Bluttransfusion SRC GmbH - PD Dr. med. Sabrina Jegerlehner Vorstandsmitglied
Abteilung für Notfallmedizin, Inselspital
- Kurt Reichen Vorstandsmitglied
Bayerische Nordische Berna GmbH
- Dr. Simon Rothen Vorstandsmitglied
Schweizerisches Institut für translationale und unternehmerische Medizin (sitem-insel) -
Dr. André Nietslibach Ständiger Gast
Departement für Wirtschaft, Energie und Umwelt Kanton Bern
- Dr. Franziska Oeschger Geschäftsführer
Schweizer Allianz für biologische Risiken -
Dr. Kathrin Summermatter Wissenschaftlicher Berater
Institut für Infektionskrankheiten, Universität Bern
Für mehr und umfassendere Information empfehle ich das neue Buch von Peter Eberhart „Horror aus dem Labor“
