Viele verstehen noch immer nicht, oder besser gesagt, wollen nicht verstehen, wo das eigentliche Problem liegt. Während in der Schweiz über die Neutralitätsinitiative diskutiert wird, reden wieder alle nur über die SYMPTOME.
Im Verein WIR reden seit Jahren über die URSACHE:
NEUTRALITÄT OHNE SOUVERÄNITÄT IST EINE ILLUSION
Was nützt uns ein neuer Verfassungsartikel, wenn gleichzeitig NATO Kooperation, Interoperabilität, gemeinsame Militärübungen und die immer tiefere Einbindung in westliche Sicherheitsstrukturen weiterlaufen können?
Genau das ist der Punkt, den offenbar niemand anfassen will. Wir haben auch das Komitee der Neutralitätsinitiative & Co. genau auf dieses Grundproblem aufmerksam gemacht. Keine Antwort. Kein Ton zurück. Denn wer diesen Kern anerkennt, müsste seine bisherigen Strategien hinterfragen und endlich neue, konkrete Lösungen zur Wiederherstellung unserer Souveränität entwickeln.
Stattdessen diskutiert man weiter über Neutralität, während sich die geopolitische Weltordnung vor unseren Augen verschiebt und Europa wirtschaftlich, politisch und militärisch immer tiefer in die Konfrontation hineinmanövriert und sich selber zerlegt und damit auch gleich abschafft.
UNIPOLARE ODER MULTIPOLARE WELTORDNUNG?
Das ist die Dimension, über die wir reden müssen. Nicht nur Ukraine. Nicht nur Gaza. Nicht nur Russland. Nicht nur NATO.
DAS GANZE SCHACHBRETT.
Die Schweiz kann nicht glaubwürdig neutral sein, solange sie ihre politische, wirtschaftliche und sicherheitspolitische Eigenständigkeit nicht verteidigt.
Darum bleibt unsere Botschaft glasklar: OHNE SOUVERÄNITÄT KEINE NEUTRALITÄT
Wer nur die Symptome bekämpft, wird die Ursache niemals beseitigen. Und genau deshalb braucht die Schweiz keine weitere politische Kosmetik, sondern endlich eine Grundsatzdebatte über Souveränität und unsere Rolle in der neuen Weltordnung.
Doch genau dazu wird Christian Ösch kaum eingeladen.
Man politisiert lieber weiter, statt die Ursachen anzupacken. Das Resultat sehen wir heute vor unseren Augen: politisches Versagen statt Lösungen!
Quelle: Christian Oesch, Präsident WIR
