So wird der Westen kampftauglich

Deutsche Militärführer wie Generalinspekteur Carsten Breuer (Massenmusterung aller Jahrgänge), Verteidigungsminister Boris Pistorius („Kriegstüchtigkeit“ als Ziel) und NATO-General Christian Badia (offensives Denken statt reiner Verteidigung) signalisieren einen Kriegsmodus. Doch blosse Musterung schafft keine Kampftauglichkeit: Soldaten müssen unter Feuer ruhig entscheiden und den Feind neutralisieren. Eine echte Armee erfordert harte psychologische Selektion, Belastungstraining und strenge Disziplin – sonst bleibt es teure Illusion.

Kayvan Soufi-Siavash gibt Tips wie der Westen kriegstauglich werden kann.

Quelle: hier zur Webseite von Kayvan

Der Generalinspekteur der Bundeswehr, Carsten Breuer, hat sich am 3. November 2025 in einer Debatte um die Wehrpflicht klar positioniert: Er fordert eine flächendeckende Musterung aller jungen Männer, um im Verteidigungsfall schnell und effizient auf Personal zugreifen zu können. Dies steht im Kontrast zu Vorschlägen eines Losverfahrens aus der schwarz-roten Koalition, das Breuer als militärisch ungeeignet ablehnt.

Jeder Jahrgang sollte vollständig gemustert werden, damit „wir wissen, wer zur Verfügung steht und auf wen wir im Verteidigungsfall zugreifen könnten“. Ein Losverfahren würde uninteressierte oder unqualifizierte Personen per Zufall einberufen und Zeit kosten.

  • Freiwilligkeit priorisieren: Breuer setzt primär auf einen „sinnstiftenden und attraktiven“ Wehrdienst, um mehr Freiwillige zu gewinnen. Erst bei unzureichenden Zahlen sollte eine verpflichtende Einberufung (durch Kabinett und Bundestag) erfolgen – dann aber gezielt nach Qualifikation (z. B. IT-Spezialisten), nicht zufällig.
  • Militärische Notwendigkeit: Die Bundeswehr fehlt es an Personal (aktuell ca. 180.000 aktive Soldaten, Ziel: 260.000 plus 200.000 Reservisten), um NATO-Verpflichtungen zu erfüllen. Eine Musterung spart im Ernstfall wertvolle Zeit.

Hintergrund der Debatte

Das neue Wehrdienstgesetz soll ab 1. Januar 2026 in Kraft treten und zunächst freiwillig sein. Strittig ist der Plan B bei zu geringen Bewerberzahlen: Union- und SPD-Politiker schlagen ein Losverfahren vor, um junge Männer zur Musterung und ggf. zum Pflichtdienst zu verpflichten. Breuers Eingriff zielt auf eine bedarfsgerechte Aufstockung ab, ohne Zwang zu beschleunigen – er warnt vor einer „Illusion“ durch unvorbereitete Massnahmen.Reaktionen

  • Unterstützung durch Pistorius: Verteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) teilt Breuers Ansicht und plädiert ebenfalls für eine umfassende Musterung aller jungen Männer.
  • Politische Debatte: Die Koalition ist geteilt; das Losverfahren wird von Teilen der Union und SPD favorisiert, stößt aber auf Kritik wegen mangelnder Motivation und Effizienz. Experten sehen in Breuers Vorschlag einen realistischen Mittelweg zwischen Freiwilligkeit und Notfallbereitschaft.

Breuers Pläne passen in seine breitere Warnung vor einer „Grauzone“ zwischen Frieden und Krieg, z. B. vor russischen Bedrohungen bis 2029.

Die Diskussion wird voraussichtlich im Bundestag weitergehen und auch in anderen europäischen Ländern geführt werden, mit Fokus auf Attraktivität des Dienstes. 

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