Tipps zur Deepfake-Prävention für Familien

Es dauert Nur 20 Fotos oder ein 30-sekündiges Video um ein realistisches digitales Profil von jemandem zu erstellen. Das bedeutet jeden Tag Familienfotos, Schulvideos, Sprachnotizen oder Social-Media-Beiträge können unbeabsichtigt zu Schulungsmaterial für Deepfake-Tools werden.

Für Familien geht es bei der Deepfake-Prävention weniger um strenge Kontrolle oder Angst als vielmehr um Bewusstsein, Kommunikation und durchdachte Austauschgewohnheiten — insbesondere für Kinder, die langfristige Online-Risiken noch nicht vollständig verstehen können.

Wir helfen Kindern, frühzeitig gute digitale Instinkte zu entwickeln, wie zum Beispiel vor dem Posten zu fragen, über das Publikum nachzudenken und zu verstehen, wie biometrische Daten kann wiederverwendet werden, kann einen nachhaltigen Unterschied machen. Und für Erwachsene trägt die bewusste Entscheidung darüber, was öffentlich und was privat geteilt wird, dazu bei, unnötige Exposition zu reduzieren und gleichzeitig Erinnerungen zu bewahren.

Hier sind einige Deepfake-Präventionstechniken, die Familien beachten sollten:

Für Eltern

  • Vermeiden Sie Sharenting, insbesondere öffentliche Alben, Meilensteinbeiträge oder identifizierbare Schul- und Standortdetails.
  • Die Gesichter von Kindern verändern sich, wenn sie wachsen, aber alte Bilder können immer noch zum Trainieren von KI-Modellen verwendet werden, sodass es dazu beiträgt, öffentliche Fotoarchive zu reduzieren.
  • Nutzen Sie private Sharing-Kanäle wie Familienchats auf Signal oder private Alben auf Proton Drive, anstelle öffentlicher sozialer Medien.
  • Überprüfen Sie regelmäßig die Datenschutzeinstellungen und Tagging-Berechtigungen Ihrer eigenen Konten.
  • Sprechen Sie offen mit Verwandten, Freunden und Pädagogen darüber, Ihr Kind nicht ohne Erlaubnis öffentlich zu posten oder erneut zu posten.
  • Behalten Sie im Auge, wo andere Fotos teilen könnten —z. B. Schulen, Vereine, Sportmannschaften oder Fotografen — und melden Sie sich ab, wenn Sie können.

Für Kinder und Jugendliche

  • Überlegen Sie vor dem Posten: Wäre es für Sie in Ordnung, wenn sich dieses Foto oder Video über Ihre Freunde hinaus verbreiten würde?
  • Seien Sie vorsichtig bei viralen Herausforderungen, Gesichtsfilter-Apps oder KI-Avatar-Apps.
  • Geben Sie keine persönlichen Daten (einschließlich Schule, Adresse, Routinen) neben Fotos und Videos weiter.
  • Fragen Sie Freunde, bevor Sie sie posten, und erwarten Sie den gleichen Respekt.
  • Verstehen Sie, dass das Löschen von etwas nicht immer zum Entfernen von Kopien führt. Es ist sicherer, das Posten von vornherein zu vermeiden.
  • Wenn sich online etwas unangenehm anfühlt, vertrauen Sie diesem Instinkt. Sagen Sie es einem Elternteil oder einem vertrauenswürdigen Erwachsenen, wenn jemand nach Fotos, Sprachclips oder ungewöhnlichen Inhalten fragt.

Behalten Sie die Kontrolle über Ihre digitale Identität

Deepfakes verändern die Art und Weise, wie Identität, Privatsphäre und Vertrauen in Menschen und Unternehmen online funktionieren. Während sich Gesetze und Plattformrichtlinien weiterentwickeln, bewegen sie sich oft langsamer als die Technologie selbst, was Bewusstsein und proaktive digitale Gewohnheiten wichtiger denn je macht, sowohl für Sie als auch für die Menschen um Sie herum.

Wenn Sie sorgfältig darüber nachdenken, was Sie teilen, wo Sie es speichern und wer darauf zugreifen kann, wird das Risiko nicht vollständig eliminiert, aber es macht einen Unterschied. Dieser Fokus auf Kontrolle und Datenschutz steht im Mittelpunkt der Mission von Proton: Tools zu entwickeln, die Menschen dabei helfen, online die Kontrolle über ihre Daten zu behalten.