Der Lackmustest – öffentlicher Debattenraum

Auf SRF wurde am 19.8. der Beitrag «Eine Hochzeit und ihre Folgen – «Das Ganze ist eigentlich erbärmlich» geschaltet.
Dieser private Besuch auf eine Hochzeitsfeier ist eigentlich nichts aussergewöhnliches, ausser einer der geladenen Gäste ist der Russische Staatschef Putin. Dann werden sich die Medien in den Hintern beissen.

Darauf folgte ein mehrheitlich medialer, propagandistischer Entrüstungssturm, der auch von SRF in bester transatlantischer Manier übernommen worden ist, zur Unterstützung des bekannten US Narrativs «der Russe und insbesondere Putin» ist böse, muss man doch das sorgfältig gepflegte Feindbild am Leben erhalten.

Ich habe mir erlaubt, einen Kommentar zu diesem SRF Beitrag einzureichen, um den öffentliche Debattenraum auszuloten. Dafür habe ich SRF direkt kritisiert und verlangt, dass man doch mit diesen jämmerlichen Mainstream Bemühungen, den Amis in den Dickdarm zu kriechen, aufhören sollte und dieses Intelligenz beleidigende, erbärmliche Putin Bashing zu unterlassen.

Ganz klar habe ich damit den öffentlichen Debattenraum verlassen und das Narrativ der SRF direkt kritisiert. Selbstredend wurde mein Kommentar natürlich nicht aufgeschaltet.

In einem Vortrag über die Meinungshoheit im öffentlichen Debattenraum geht Prof. Rainer Mausfeld darauf ein was diese akademische Disziplin empirisch zu bieten hat. Auf den Punkt gebracht: Der öffentliche Debattenraum ist seit den 1970er Jahren erheblich geschrumpft – mit fatalen Folgen für die Gesellschaft, da den Entscheidungsträgern nur das zur Verfügung stehe, was dort zugelassen sei.
Meinungskontrolle durch Einschränkung des öffentlichen Debattenraums. Das Spektrum strikt begrenzen und in dem Rahmen, der übrigbleibt, eine sehr lebhafte Debatte zulassen.
Wer zieht da die Grenzen? Rainer Mausfeld verweist auf die „Milliardenindustrie“ PR und auf das Propagandamodell von Hermann und Chomsky (1988), in dem das, was wir über die Welt erfahren können, fünf Filter durchläuft, die die Interessen der Mächtigen bedienen (Medienbesitz, Medienfinanzierung, Quellen, Störfeuer, Kontrastideologie – „wir“ und „die anderen“). Mausfeld blickt kurz in die Köpfe der Journalisten (die „Nähe zur Macht“ und die „Banalität des Opportunismus“) und sehr viel länger auf die „Weltgewaltordnung“, in der die USA auch die Narrative kontrollieren (bis in die sozialen Medien), die unsere Meinungen prägen.

Den SRF Artikel, mit den ins Narrativ passenden Kommentaren kann man hier online, oder ihn unten als pdf lesen.

 
Eine Hochzeit und ihre Folgen - «Das Ganze ist eigentlich erbärmlich» - News - SRF

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