Der Fall Bana Alabed

Der Fall Bana Alabed und die Medien

Das amerikanische „Time“-Magazin hat die kleine Bana Alabed im vergangenen Monat zu einem der „25 einflussreichsten Menschen im Internet“ gewählt.

Es geht um eine Geschichte, die seit einigen Monaten weltweit für mediales Aufsehen sorgt. Die Geschichte eines kleinen Mädchens aus Syrien, inzwischen acht Jahre alt, das angeblich über sein Leben inmitten des Krieges twittert – in allerbestem Englisch. Bernert hat darüber in seinem Blog geschrieben, weil er etliche Zweifel an der Geschichte hegt und gleichzeitig all jene kritisiert, die sie ohne eine solche Skepsis verbreiten – wie zum Beispiel Stern.de, dessen Artikel über das Twitter-Mädchen Bana Alabed Bernert explizit aufs Korn genommen hatte.

Die Propagandathese steht und fällt mit der Antwort auf die Frage, ob man die White Helmets für eine Hilfsorganisation oder eine Propagandaoperation hält. Ich bin davon überzeugt, dass es sich um eine Propagandaoperation handelt und finde es erstaunlich, dass die westlichen Medien die Gräuelpropaganda (mindestens zum guten Teil gestellte Szenen auf Film und Fotografie mit Kindern und — „Wag the Dog“-Fans aufgemerkt! — Katzen) kritiklos durchwinken und ihr damit Legitimation verleihen. Daraus erst resultiert der Blick auf Ursprünge und Affiliationen der WH.

Zur Einführung mag dienen:

https://www.hintergrund.de/globales/kriege/weisse-helme-ohne-weisse-westen/

http://www.alternet.org/world/inside-shadowy-pr-firm-thats-driving-western-opinion-towards-regime-change-syria

Genau wie ihre weniger bekannte Schwesterorganisation, die Medics Under Fire, die mit beiden assoziierte Syria Campaign und die Personen hinter Bana Alabeds Twitter-Account haben die WH nur ein Ziel: Einrichtung einer Flugverbotszone und anschließender Regimewechsel, also eine militärische Intervention des Westens. Zu diesem Zweck betreiben Sie einseitige Gräuelpropaganda, egal wie viele ihrer Videos und Fotos echt sind. Sie werden nicht eine einzige Stellungnahme der WH zum furchtbaren Beschuss der Zivilbevölkerung West-Aleppos durch die Opposition finden.

Die beiden britischen Offiziere, der eine davon im Söldnermilieu tätig, hatten vermutlich gleichzeitig ein, äh, Damaskuserlebnis, das dazu führte, dass sie sich vom Söldner- bzw. Pensionärsdasein ab- und in führender Position „neutralen“ Hilfsorganisationen zuwandten, die tagaus, tagein die Einrichtung einer Flugverbotszone fordern, also, überspitzt gesagt, eine Luftwaffe für Al-Qaeda.

Hamish de Bretton-Gordon tritt obendrein als neutraler Experte für Chemiewaffen auf:

https://www.theguardian.com/commentisfree/2017/apr/05/inaction-syria-chemical-weapons-attack-terrible-price

Und was für ein Foto finden wir über dem Artikel? Natürlich einen Weißhelm mit einem Kind im Arm.

Schön, dass beide Organisationen den gleichen Webdesigner nutzen und von der Syria Campaign Geld erhalten konnten, der die UN zu sehr auf Kooperation mit Assad setzt:

https://www.whitehelmets.org/en
https://medicsunderfire.org/en

https://thesyriacampaign.org/
http://takingsides.thesyriacampaign.org/

Das ist alles derselbe Klüngel. Ich halte das für Hinweise auf eine verdeckte Operation staatlicher Stellen, vor allem in GB. Wofür halten Sie es? Zufall?

Syrien hat übrigens bereits eine international anerkannte Rettungsorganisation, die nicht nur in Gebieten arbeitet, in denen Al-Nusra und Konsorten herrschen. Im Gegensatz zu den White Helmets hat die wirkliche Syrian Civil Defense Organisation auch eine Notrufnummer…

„3. Wer das für Spinnerei hält, soll mir beweisen, dass ich falsch liege. Wenn das niemand macht, zeigt das, dass ich recht habe.“

Bloß weil ich etwas vermute und das auch begründe, wenn auch zugegebenermaßen unzureichend, muss sich natürlich niemand mit meinen Argumenten befassen oder freundlich nachfragen. Das Wort „Verschwörungstheorie“ und grundlose Beleidigungen wie „Spinner“ und „VT-Heini“ reichen da allemal.

„Die Gründe des Krieges und die Interessen der beteiligten Parteien liegen ziemlich offen auf der Hand, und über den Kriegsverlauf ist die Weltöffentlichkeit besser und zeitnäher unterrichtet, als das jemals bei einem solch komplexen Konflikt der Fall war.“

Steile These, Hut ab!

Zwei erfahrene Journalisten sehen das allerdings völlig anders:

„All wars always produce phony atrocity stories – along with real atrocities. But in the Syrian case fabricated news and one-sided reporting have taken over the news agenda to a degree probably not seen since the First World War. “

https://www.lrb.co.uk/v39/n03/patrick-cockburn/who-supplies-the-news

„Coverage of the Syrian war will be remembered as one of the most shameful episodes in the history of the American press. Reporting about carnage in the ancient city of Aleppo is the latest reason why.“

https://www.bostonglobe.com/opinion/2016/02/18/the-media-are-misleading-public-syria/8YB75otYirPzUCnlwaVtcK/story.html

(Das gilt ebenso für die deutsche Presse.)

Es ist Ihnen natürlich unbenommen, auch Patrick Cockburn und Stephen Kinzer für Spinner zu halten.

Um meine These noch einmal zu formulieren: Die Berichterstattung über Aleppo bestand zu einem großen Teil aus Gräuelpropaganda der Rebellen, die von unseren Medien unkritisch an die Leser weitergereicht wurde. Wie groß jeweils der Anteil tatsächlicher Gräuel und gefälschter Nachrichten ist, kann ich nicht beurteilen. Eine eigene Berichterstattung aus dem Ostteil war natürlich unmöglich, weil sich Journalisten mit gutem Grund nicht in die von den „moderaten Rebellen“ besetzten Gebiete trauten (schon an dieser Stelle könnte man übrigens stutzig werden, wenn man denn eigenständig denken… aber lassen wir das) und all unsere Informationen
von Leuten aus dem Umfeld der Aufständischen stammten.

Der zweite Teil meiner These ist der umstrittene und womöglich gar anrüchige. Es handelt sich in der Tat um eine Verschwörungshypothese nach Pfahl-Traughber bzw. eine Verschwörungstheorie im neutralen Sinne des Wortes. Meine Vermutung ist die, dass nicht nur die Rebellenorganisationen Propaganda betreiben, sondern dass es sich dabei zumindest zum Teil um eine von westlichen Geheimdiensten im Dienste ihrer Regierungen und mit Unterstützung der Medien betriebene
psychologische Operation gegen die eigene Bevölkerung handelt, die nur ein Ziel hat: In der westlichen Bevölkerung Rückhalt für eine militärische
Intervention in Form einer Flugverbotszone zu schaffen.

Hier ist ein Einschub angebracht:

Das mit der Flugverbotszone ist hat ja in Libyen sehr gut geklappt. Das britische Unterhaus meint dazu:

„In March 2011, the United Kingdom and France, with the support of the United States, led the international community to support an intervention in Libya to protect civilians from attacks by forces loyal to Muammar Gaddafi. This policy was not informed by accurate intelligence. In particular, the Government failed to identify that the threat to civilians was overstated and that the rebels included a significant Islamist element. By the summer of 2011, the limited intervention to protect civilians had drifted into an opportunist policy of regime change. That policy was not underpinned by a strategy to support and shape post-Gaddafi Libya. The result was political and economic collapse, inter-militia and inter-tribal warfare, humanitarian and migrant crises, widespread human rights violations, the spread of Gaddafi regime weapons across the region and the growth of ISIL in North Africa.“

https://publications.parliament.uk/pa/cm201617/cmselect/cmfaff/119/11903.htm

„[T]he Government failed to identify the threat to civilians was overstated and that the rebels included a significant Islamist element.“

Das Unterhaus ist schon erstaunlich undiplomatisch, aber das kann man auch schärfer formulieren: Der Westen wurde über Ghaddafis genozidale Neigungen angelogen und hat Islamisten den Weg freigebombt. Dank Guido Westerwelle ohne deutsche Beteiligung.

Über den Irak müssen wir sicher nicht sprechen.

Aber in Syrien ist natürlich alles anders…

„Es gibt einfach nichts Wesentliches, was man da über geheime Machenschaften erklären müsste – es sei denn, man will das unbedingt.“

Verschiedene Gruppierungen arbeiten mit enormer finanzieller Unterstützung des Westens daran, eine militärische Intervention herbeizuführen. Nicht nur meiner Ansicht nach handelt es sich dabei zumindest zum Teil um eine verdeckte Operation westlicher Stellen die die Produktion von Gräuelpropaganda einschließt. Es wichtig, sich investigativ mit den vermuteten Machenschaften auseinanderzusetzen — und sei es, um die Anschuldigungen zu widerlegen — da sie ansonsten ungehindert weiterlaufen (der nächste militärisch völlig sinnlose Giftgasangriff Assads erfolgt in 3,2,1…, und wieder werden die White Helmets die Proben im türkischen Labor abliefern) und eine ungeheure Gefahr heraufbeschwören. Eine solche Intervention, also etwa Clintons Flugverbotszone, hätte nämlich eine direkte Konfrontation zwischen den USA und Russland zur Folge. Sagt zumindest der Vorsitzende der Joint Chiefs of Staff.

Und wenn Sie das nicht für wesentlich halten, kann ich Ihnen auch nicht helfen.

Quellen:

Die unwiderstehliche Geschichte vom twitternden Mädchen aus Aleppo

https://barbaramckenzie.wordpress.com/2016/11/28/bana-of-aleppo-the-story-so-far-update/

https://timhayward.wordpress.com/2017/07/14/we-need-to-talk-about-bana/

Evidence of fakery in BBC “Saving Syria’s Children” is now undeniable

Das Amerika von Trump

http://domiholblog.tumblr.com/post/163178700809/bana-und-fake-news-aus-syrien

 

 

 

 

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